Zum Schutz vor Terroranschlägen durch Flüssigsprengstoff wurde vor zwanzig Jahren die 100-Milliliter-Flüssigkeitsgrenze für das Handgepäck an Flughäfen eingeführt. An der Sicherheitskontrolle sind die kleinen Behälter seitdem in einem durchsichtigen und verschließbaren Plastikbeutel vorzuzeigen. Das ändert sich gerade an zahlreichen Flughäfen. Durch innovative CT-Scanner. Ein Überblick:
Die neuen Scanner liefern hochauflösende 3D-Bilder, die auch flüssige Sprengstoffe identifizieren können. An Flughäfen, die bereits über diese Geräte verfügen, werden die Flüssigkeitsregeln sukzessive abgeschafft. Fluggäste dürfen dort teils bis zu zwei Liter Flüssigkeit pro auslaufsicher verschlossenem Behälter im Handgepäck haben. An folgenden deutschen Flughäfen sind die neuen Scanner im Einsatz:
- Berlin, BER (teilweise)
- Frankfurt (teilweise; Hier sind zwar inzwischen sogar über 50 KI-basierte CT-Scanner (APIDS) im Einsatz, aber laut Fraport gilt offiziell weiterhin die allgemeine 100-ml-Regel)
- München (teilweise)
- Nürnberg (alle Kontroll-Spuren)
Auch in Hamburg, Köln und Düsseldorf gibt es bereits einige CT-Scanner-Anlagen. Die 100 ml Grenze besteht dort aber noch fort.
International sind die neuen Scanner ebenfalls auf dem Vormarsch, so z.B. in London Heathrow (keine 100-Milliliter-Grenze mehr), Rom-Fiumicino (teilweise), Madrid und Palma (jeweils teilweise)
Diese Liste ist nicht abschließend. Viele weitere Airports befinden sich noch in der Erprobungs- und Übergangsphase und einige setzen die neuen CT-Scanner noch nicht an all ihren Kontrollstellen ein. Vor der Reise sollten Sie deshalb zeitnah checken, was an Ihrem Abflughafen aktuell gilt.
Quellen: msn.com, reisereporter.de, adac,de, urlaubspiraten.de