Für Reisende aus Nicht-Schengen-Staaten wurde in Deutschland im Herbst mit der Einführung einer digitalen Erfassung begonnen: Dem Entry/Exit System (EES), welches das bisherige Abstempeln der Reisedokumente ersetzt. Mit dem schengenweiten Verfahren lassen sich die Ein- und Ausreise von Personen zentral und digital erfassen.
Dokumentiert werden dabei alphanumerische Daten (Name, Geburtsdatum usw.), biometrische Merkmale (Fingerabdrücke, Gesichtsbild) sowie der Zeitpunkt und Ort der Ein- bzw. Ausreise.
Ziele der Digitalisierung des EU-Grenzsystems sind es, die Sicherheit an den EU-Außengrenzen zu erhöhen, die Identitätsprüfung zu verbessern und nachzuhalten, ob Reisende die erlaubte Aufenthaltsdauer überschritten haben.
Als erster deutscher Airport hat im Oktober der Standort Düsseldorf die Neuerungen umgesetzt. Ende Oktober folgte der Flughafen Frankfurt und Mitte November die Terminals 1 und 2 des Münchner Flughafens.
Die Europäische Kommission hat vorgegeben, dass die stufenweise Einführung des EES bis zum 9. April 2026 zu erfolgen hat. Bis dahin wird Deutschland den Vollbetrieb des Systems an allen Luft- und Seeaußengrenzen umsetzen.
Für EU-Bürger ändert sich mit der Einführung des EES nichts.