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Der Autovermieter Sixt schließt seinen Chauffeur- und Limousinenservice. Wie der Spiegel berichtete, wurde den rund 80 Mitarbeitern das Aus per Brief mitgeteilt; allen wurde betriebsbedingt gekündigt.

Keine Wiedereröffnung nach Corona-Krise

Anlass für die Entscheidung vom 25. März ist offenbar die Corona-Krise; nach Unternehmensangaben wurde das Geschäft aber auf Dauer eingestellt. Auch nach dem Ausstieg aus dem Shutdown  soll es nicht wieder aufgenommen werden, heißt es.

Mitbewerber Interline sieht sich gut aufgestellt

„Die Dienstleistung des Mitbewerbers Sixt unterscheidet sich ganz grundlegend von unserem Limousinenservice und wir befinden uns zum Glück in einer völlig anderen Situation,“ kommentiert Frank Bewerunge, Geschäftsführer von Interline Düsseldorf/ Köln/Bonn die jüngsten Ereignisse. Während Sixt selbst mitgeteilt habe, dass das Geschäft schon länger massiv unter Druck gestanden habe und es keine positive Prognose für die Zukunft gebe, sei Interline ein gesundes Unternehmen. 2019 sei ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr gewesen. „Für die Zeit nach dem Shutdown“, so Bewerunge, „blicken wir optimistisch in die Zukunft. Die Lage ist für alle Fahrdienstleister schwer, aber wir glauben an unser Gewerbe. Im Unterschied zu Sixt verfügen wir auch über ein deutlich breiteres Portfolio, mit VIP- und Executive Bussen sowie überregionaler Veranstaltungs Logistik.“


Interline Geschäftsmodell nicht vergleichbar

Sixt hatte vorrangig auf die Vermittlung von Leerfahrten anderer Limousinen-Anbieter gesetzt. Erst seit 2014 konnte das Unternehmen zumindest in einigen Städten auch auf eigene Fahrzeuge und Fahrer zurückgreifen.

Ganz anders Interline: Das bundesweite Interline-Netzwerk ist seit über 20 Jahren erfolgreich am Markt und bietet exklusive Limousinen- und Chauffeurdienstleistungen von konstant hoher Qualität. „Dazu gehört es für uns auch, dass wir – anders als Sixt - unsere eigene Fahrzeugflotte unterhalten und nur mit fest angestellten Chauffeuren arbeiten“, erklärt Frank Bewerunge. „Das heißt auch, dass wir gerade jetzt Verantwortung für unsere Mitarbeiter übernehmen. Natürlich sind auch wir sehr stark von der Corona-Krise betroffen, der gesamten Branche brechen die Umsätze weg. Wir tun aber alles dafür, diese schwierige Zeit im Team gemeinsam zu bewältigen und  die Arbeitsplätze zu erhalten. Unsere erfahrenen, professionellen Mitarbeiter haben einen ganz entscheidenden Anteil an unserem Erfolg."